Auswertung Umfrage

Wir stellten mit Hilfe einer Umfrage mit 132 Scheidungskinder und 132 Nicht-Scheidungskinder Statistiken auf, um auf diesem Weg herauszufinden, ob Kinder von geschiedenen Eltern unabhängiger sind als Kinder aus intakten Familien.

Um die Auswertung möglichst übersichtlich zu gestalten, stellten wir die einzelnen Statistiken in Diagrammen dar:




Scheidungskinder sind minimal selbständiger, was auf die Zeit während der Scheidung zurückzuführen ist. In dieser Zeit sind deren Eltern meist anderweitig beschäftigt.

Bei der Beliebtheit ist es nicht von Belangen, ob die Eltern geschieden sind oder noch zusammen leben. Wir konnten keinerlei Zusammenhänge feststellen. Dies zeigt sich auch bei der Anzahl der Freunde. Bei beiden Gruppen haben 3/4 der befragten Kinder viele bis sehr viele Freunde, was auch eine sehr relevante Rolle spielt. Freunde können während einer schwierigen Phase oft sehr unterstützend und aufbauend sein.

Beim Punkt der Sozialaktivität schneiden die Nicht-Scheidungskinder klar positiver ab im Gegensatz zu den Scheidungskindern. Kinder, welche sich in diesem Scheidungsprozess befinden, ziehen sich oftmals zurück und gehen nicht mehr offen auf Neues zu.

Beinahe 90 % der befragten Scheidungskinder haben eine sehr stark ausgeprägte Beziehung zu ihren Müttern. Doch haben auch die Kinder in intakten Familien eine sehr starke Beziehung zur Mutter. Das bedeutet, dass die Kinder sich mehr zu ihren Müttern hingezogen fühlen als zu ihren Vätern. Allerdings ist die Beziehung Vater zu Nicht-Scheidungskind knapp schlechter als bei der Mutter-Kind-Beziehung. Bei den Scheidungskindern ist die Beziehung zum Vater nicht so gut wie zur Mutter.

Obwohl die Scheidungskinder deutlich weniger mit der Familie unternehmen als die Nicht-Scheidungskinder, befinden sich deren Stärken des Familienzusammenhaltes praktisch auf gleicher Ebene.



Auf dem zweiten Diagramm ist ersichtlich, bei welchem Elternteil die Scheidungskinder wohnen. Eine deutliche Mehrheit dieser Kinder wird von der Mutter erzogen. Nur gerade 5 % der Scheidungskinder leben bei ihrem Vater.



Knapp 1/3 der von uns befragten Scheidungskinder empfinden den Vater als Bezugsperson. Die Mutter hingegen wird doppelt so oft als Ansprechpartner benötigt, was höchst wahrscheinlich daraus folgt, dass sich der Wohnort der meisten Scheidungskinder bei der Mutter befindet.

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